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KN31.03.18Aus den Kieler Nachrichten vom 31.03.2018

 

Moorsee. Bei der bundesweiten Benefiz-Aktion „I run for life“ engagierten sich auch zahlreiche Sportler aus dem Norden und widmeten ihre gelaufenen Wettkampfkilometer dem Hospiz Kieler Förde. Für diesen Einsatz erhielt die Einrichtung am Radewisch 90 für die vergangenen drei Jahre Zuwendungen der Deutschen Palliativ-Stiftung von insgesamt 9000 Euro. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Da Sponsoren fehlen, muss der Cup in diesem Jahr pausieren.

Als Dankeschön für ihren Einsatz bei „I run for Life“ lud die Geschäftsführung die Sportler nun ins Hospiz zu Kaffee, Kuchen und einem Rundgang ein. Etliche Läufer waren zum ersten Mal im Haus und staunten über die entspannte Atmosphäre, die hellen Räume und viele freundliche Menschen, sodass

die Berührungsängste schnell überwunden waren. „Ich habe großen Respekt vor der Leistung der Läufer und wollte mich gern bedanken“, betonte Annika Weerts, Hospizleiterin der Pflege. Dass die Aktion wegen fehlender Sponsoren in diesem Jahr nicht stattfinden kann, bedauert die gelernte

Krankenschwester, „weil das Engagement so groß war und das Thema Hospiz dadurch in die Gesellschaft getragen wurde“. Das Haus hat 16 Plätze in Einzelzimmern mit Terrasse für sterbenskranke Menschen. 95 Prozent der zuschussfähigen Kosten

werden von den Kassen übernommen, der Rest wird aus Spenden finanziert.

Egal ob schnell oder langsam: Läufer und Triathleten konnten in den vergangenen Jahren jeweils die Kilometer, die sie nachweisbar in einem offiziellen Wettkampf bewältigt hatten, einer von rund 90 Einrichtungen im Bundesgebiet widmen. Die Deutsche Palliativ-Stiftung (DPS) unterstützte die bestplatzierten Häuser mit einer Spende, um den Hospizgedanken bekannter zu machen.

Die Kieler erkämpften sich 2015 mit gut 17 0 00 registrierten Kilometern den dritten Platz hinter Berlin und Solingen und damit eine Zuwendung über 5000 Euro. Im Jahr 2016 wurden sogar mehr als 43 4 00 Wettkampfkilometer für Kiel eingetragen, was dem Hospiz in Moorsee einen vierten Rang und 3000 Euro brachte. 2017 erliefen sich die Sportler von der Förde mit etwa 20 8 00 Kilometern den bundesweit fünften Platz, es gab 1000 Euro für das Hospiz. Schon im vergangenen Jahr waren die Zuwendungen geringer ausgefallen, weil es weniger Sponsoren gab. Die Organisatoren hoffen jedoch, dass es im kommenden Jahr wieder einen Cup geben wird.

Jens Meier, Organisator des Fischhallenlaufs und Vorstandsmitglied des Lauftreffvereins Kiel-Ost (LTV) würde dann gern wieder mitmachen.

Er hatte Profis und Hobbysportler immer wieder an den Deutschland Cup erinnert, um das Hospiz in Moorsee zu unterstützen. „Man stellt sich das Haus vielleicht wie einen alten und düsteren 1960-er Klinikbau vor, aber so ist es nicht“, berichtet der Krooger. „Hier ist es hell und schön.“ Auch Vereinskollege André Müller ist angenehm überrascht: „Mein erster Eindruck ist positiv.“ Zehn Wettkämpfe hat Ingo Witt vom LTV im vergangenen Jahr eingetragen, darunter den Halbmarathon in Berlin, den Kiel-Lauf und den Hamburg Marathon. „Wir werden alle irgendwann sterben“, sagt er, da sei es auch sinnvoll, sich mal mit dem Thema Hospiz zu befassen. Britta Boje steuerte unter anderem den Hochbrückenlauf und den Hamburg Marathon bei.

Den ganzen Artikel aus der KN können Sie hier lesen pdfKieler Nachrichten vom 31.03.2018

 

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