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thumb Bildschirmfoto 2017 05 07 um 11.25.34Prunksiegelverleihung am 23.Februar 2017 im Hospiz Kieler Förde an Herrn Erich Schneekloth.

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Moorsee. Umgeben von einer Schutzwand gegen den Lärm der Bundesstraße, einem Gewerbegebiet und Wohnhäusern gibt es ein Gebäude im Radewisch, das heraussticht. Mit seiner roten Backsteinfassade mutet es mediterran an, die Fenster reichen bis zum Boden, drum herum viel Grün. Ein schöner Ort zum Verweilen? Ein Ort zum Sterben.

Erich Schneekloth hat das Hospiz Kieler Förde gebaut. Für sein soziales Engagement und seine Verdienste um das Hospiz wurde er nun im Rahmen der Feierlichkeiten zum fünfjährigen Bestehen des Hospiz-Neubaus von der Landeshauptstadt geehrt. Stadtpräsident Hans-Werner Tovar und Oberbürgermeister Ulf Kämpfer überreichten ihm das Kieler Prunksiegel.

„Trauer, Tod und Sterben, das sind Themen, die die allermeisten Menschen allzu leicht verdrängen möchten“, sagte Stadtpräsident Tovar. „Hospiz-Mitarbeiter sorgen dafür, dass sich todkranke Menschen nicht ausgeschlossen und alleine fühlen. Sie ermöglichen ihnen einen Abschied in Würde, und für diesen Einsatz verdienen sie höchstmögliche Achtung und Dank.“ Die wenn auch kurze Geschichte des Hospizes sei nicht ohne Brüche verlaufen, so Tovar. Im vierten Jahr habe die Einrichtung kurz vor der

Schließung gestanden. Gerade der Architekt Erich Schneekloth sei eine Schlüsselfigur gewesen. An ihn gerichtet sagte Tovar: „Ohne allzu eitel wirken zu wollen, wir beide, der Oberbürgermeister und ich, tauchen nur sehr selten zu zweit auf.“

Der architektonisch anspruchsvolle Bau sei nicht nur ein soziales Aushängeschild der Landeshauptstadt Kiel – das Gebäude setze auch gestalterische Maßstäbe und besitze deutschlandweit Modellcharakter, sagte OB Kämpfer. „Der persönliche Einsatz, den Erich Schneekloth für das Hospiz Kieler Förde gezeigt hat und weiterhin zeigt, ist außergewöhnlich. Deswegen möchten wir Ihnen, Herr Schneekloth, als Person ganz persönlich und ein bisschen auch stellvertretend für alle im Hospiz Wirkenden das Prunksiegel verleihen.“ Zwar sei er kein gebürtiger Kieler Jung’, aber hier aufgewachsen. „Und seinen Tanzkurs hat er auch in der Tanzschule Gemind absolviert, und das machte einen ja schon zum Kieler“, so Kämpfer.

Schneekloth erzählte, dass er gerade durch eine persönliche Erfahrung, den Tod seiner Mutter, eine besondere Beziehung zu diesem Gebäude habe. „Als meine Mutter schwer erkrankte, gingen wir ins Hospiz Haus Porsefeld in Rendsburg. Und das hat mich damals schwer beeindruckt. Es war alles hell, freundlich.“ Da habe er sich zum Ziel gesetzt, dass, wenn er je in die Situation käme, eine ähnliche oder gar bessere Einrichtung zu planen, er sich einbringen werde. 2010 unterzeichnete sein Architekturbüro „GbR Architekturbüro E. Schneekloth und Partner“ in Lütjenburg die Bauverträge für das Hospiz am Radewisch. „An einer Stelle sagte ich etwas unvorsichtig: ,Wenn es Engpässe bei der Finanzierung gibt, lassen Sie es mich wissen, ich greife mit rein’.“ Man nahm ihn beim Wort.

„Diese Verleihung verstehe ich wie Sie, Herr Kämpfer, nämlich stellvertretend für alle ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter, Fördervereine und Institutionen, die dieses Gebäude zu dem machen, was es ist“, sagte Schneekloth. Das Siegel nahm er für seinen Sohn, Lars Schneekloth, gleichermaßen wie für sich an. „Eigentlich war er der Arbeiter bei diesem Projekt und ich der Beobachter.“



 

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